Die Corona-Pandemie ist ein Paradebeispiel dafür, wie manche Firmenleitungen schnell, angemessen und durchdacht sowie zielgerichtet agieren. Aber auch ein Exempel dafür, wie in einer unvorhersehbaren Situation Fehlentscheidungen zum Untergang eines Unternehmens und zum Verlust von Arbeitsplätzen führen können.

Vom Hersteller zum Auftraggeber – Montage durch Lohnfertiger

Im Prinzip ist die Corona-Krise eigentlich nichts weiter, als ein Beispiel im Großformat. Bereits zuvor wurden Unternehmen in der Produktion durch massive Ausfälle bedroht. Hier sind unter anderem Grippewellen zu nennen, aber auch Streiks, Naturkatastrophen und andere Ausfallgründe. Fällt in der Fertigung die Belegschaft aus, kann das Design beispielsweise einer Tischleuchte noch so exzellent sein; ohne Ware, kein Verkauf. Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen sollten zielgerichtet einen Ausweg aus der Misere suchen. Der findet sich relativ schnell mit einem Montagedienstleister. Diese Firmen stellen im Bereich der Industriemontage Know How und Arbeitskraft zur Verfügung, sodass die Leuchtenfertigung inklusive Qualitätskontrolle, oft sogar inklusive Versand durch einen Lohnbetrieb durchgeführt werden kann.

Outsourcing der Montage

Das System der Lohnfertigung hat nicht nur während Corona seine Vorteile. Beschäftigt sich ein Unternehmen beispielsweise mit der Leuchtenmontage, und hier mit Projektleuchten, ist die Herstellung der Produkte in einem Fertigungsbetrieb geradezu ideal. Die Leuchten für Ihre Projektgeschäfte können gezielt in Auftrag gegeben werden, damit rechtzeitig alle Artikel verfügbar sind. Dadurch, dass eine eigene Belegschaft zur Montage ganzjährig eingespart wird, können in der Regel deutlich niedrigere Produktionskosten erreicht werden – was über den Verkaufspreis wiederum zu einem spürbaren Verkaufsvorteil führt.

Fertigung außerhalb des eigenen Betriebes

Das Outsourcing ist nicht nur für Unternehmen mit Projektgeschäften interessant. Obwohl insbesondere Hersteller von Projektgeschäften davon profitieren könnten. Grassiert gerade eine Erkältungsepidemie im Betrieb, entwickelt sich eine Virusinfektion zur Katastrophe wie bei Corona, haben Gewerkschaften zum Streik aufgerufen oder wurden Produktionsmaschinen durch ein Feuer zerstört, kann der Zusammenbau eigner Produkte in einem Lohnbetrieb den Fortbestand des Unternehmens sichern.

Was genau ist die Auftragsfertigung?

Eine Auftragsfertigung, auch als Lohnfertigung bekannt, liegt vor, wenn ein Unternehmen ein anderes mit der Herstellung seiner Produkte beauftragt. Ursprünglich entstand dieses System, damit kleinere Firmen ihre Produkte verkaufen konnten, ohne gleich große Investitionen für Fertigungshallen und Montagebänder aufbringen zu müssen.

Ein Vertragshersteller kann sich im eigenen Land oder sonstwo auf der Erde befinden. Wichtig ist, dass der Auftraggeber einen Lohnfertiger auswählt, der über Fachkenntnisse in Bezug auf die Art des Produkts verfügt, die das Unternehmen herstellen möchte. Dieses Fachwissen könnte mehr als nur die Herstellung selbst betreffen. Das Unternehmen kann möglicherweise Hilfe bei chemischen oder technischen Prozessen oder Verpackungen anbieten.

Was ist bei der Auswahl eines Montagedienstleisters zu beachten?

Generell sollten beauftragenden Unternehmen folgende Punkte in Bezug auf den Lohnfertiger gewissenhaft prüfen:

  • Sehr seriös auf dem Markt
  • Finanziell gesichert
  • Eine saubere, gut geführte Einrichtung
  • ISO-zertifizierte Qualitätsstandards für die Herstellung
  • eventuell vorhandene Drop-Shipping-Funktionen, um das Produkt direkt an Kunden zu senden, soweit benötigt.
  • Reicht die Kapazität der Produktion für die geforderten Stückzahlen.

Wie funktioniert die Lohnfertigung?

Die beauftragende Firma stellt dem Vertragshersteller normalerweise eine Zeichnung oder Muster zur Verfügung, um diese zu replizieren. Der Montagedienstleister konzentriert sich auf die Herstellung der Produkte in vereinbartem Volumen, während sich die beauftragende Firma in der Regel auf das Marketing und den Verkauf der Produkte konzentriert.

Beispielsweise möchte ein Unternehmen möglicherweise Leuchten nach einer vom Eigentümer entwickelten Konstruktion und mit einzigartigem Design verkaufen. Der Kleinunternehmer könnte einen Vertragshersteller beauftragen, die Leuchtenmontage zu übernehmen, wohlmöglich inklusive Verpackung und Versand. Das Unternehmen könnte sich dann darauf konzentrieren, Kunden für seine Produkte zu finden und den Verkauf vom Lager des Lohnfertigers oder von einem Zentrallager aus abzuwickeln.

Wenn der Hersteller in der Lage ist, als Direktversender zu fungieren und die Produkte in einem Lager vorrätig zu halten, wäre das Unternehmen im Grunde genommen nur noch ein Vermarkter der selbst entwickelten Produkte.

Auf diese Weise kann sich ein Unternehmen am Markt halten, weiter seine Produkte verkaufen, auch wenn besondere Situationen wie Corona, Streik oder Naturkatastrophen eigentlich die Einstellung der Warenproduktion fordern.